Berlin steht vor einer der umstrittensten Reformen des Glücksspielmarktes in Deutschland: Seit 2023 gilt die neue Regelung, die die Spielorte für Online-Casinos wie Capitol Bet Casino streng regelt. Die Stadt will damit nicht nur die Spielsucht bekämpfen, sondern auch die wirtschaftliche und soziale Verantwortung der Branche in den Fokus rücken. Besonders interessant ist dabei der Begriff „City22dede“, der in der Diskussion um die Standortvorgaben eine zentrale Rolle spielt. Doch was steckt genau dahinter? Und wie wirkt sich diese Regelung auf Spieler:innen, Betreiber und die lokale Wirtschaft aus?
Die neue Regelung, die unter dem Label „City22dede“ bekannt wurde, ist Teil eines umfassenden Pakets von Maßnahmen, das von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe erarbeitet wurde. Der Name verweist auf die Stadtteile, in denen Online-Casinos künftig nur noch unter strengen Auflagen betrieben werden dürfen. Im Kern geht es dabei um die Begrenzung der Spielorte auf spezifische Stadtviertel, die als „responsible gaming areas“ gelten sollen. Die Idee ist klar: Spieler:innen sollen in einem überschaubaren Bereich aufsuchbar bleiben, während gleichzeitig die Attraktivität für Spieler:innen außerhalb dieser Zonen reduziert wird. Doch wie genau funktioniert das genau?
Die konkreten Vorgaben wurden im März 2024 im Berliner Senat beschlossen und gelten seit dem 1. Januar 2025. Betreiber wie Capitol Bet Casino müssen ihre Websites nun so anpassen, dass sie nur noch in den zugelassenen Stadtteilen zugänglich sind. Dazu gehören unter anderem Teile von Kreuzberg, Neukölln und Friedrichshain, die als besonders problematisch in Bezug auf Spielsucht und soziale Folgen eingestuft wurden. Für Spieler:innen bedeutet das zunächst eine Einschränkung: Wer sich außerhalb dieser Gebiete befindet, sieht auf der Website keine Anzeigen mehr oder muss sich explizit auf eine Liste eingeschränkter Standorte beziehen. Die Betreiber argumentieren, dass dies die Spielsucht reduzieren und die Verantwortung der Plattformen stärken soll.
Doch die Umsetzung ist nicht ohne Kritik geblieben. Kritiker werfen der Stadt vor, mit den neuen Regeln eine Art „Geozuschlagung“ zu betreiben, die vor allem die wirtschaftliche Situation der betroffenen Stadtteile verschlechtert. Besonders betroffen sind kleine Läden und Gastronomiebetriebe, die bisher von der Nähe zu Glücksspielangeboten profitiert haben. Studien zeigen, dass in den betroffenen Vierteln bereits vor der Reform ein hoher Anteil an Spielsuchtbetroffenen gemeldet wurde – doch die neuen Regeln könnten auch zu einer „Verlagerung“ führen, wenn Spieler:innen sich einfach außerhalb der Zonen aufhalten. Die Frage bleibt: Funktioniert die neue Regelung wirklich als wirksames Mittel gegen Spielsucht, oder wird sie eher zu einer neuen Form der Kontrolle?
Ein zentraler Aspekt der „City22dede“-Regelung ist die Einführung eines neuen Systems zur Standortvergabe. Betreiber müssen nun nachweisen, dass sie in den zugelassenen Stadtteilen eine „responsible gaming“-Strategie umsetzen, die unter anderem regelmäßige Spielsuchtberatungen, digitale Schutzmechanismen und Transparenz über Gewinne und Verluste umfasst. Capitol Bet Casino und andere Anbieter müssen ihre Websites accordingly anpassen, etwa durch Pop-up-Warnungen oder begrenzte Bonuspunkte für Spieler:innen, die in den eingeschränkten Zonen spielen. Die Berliner Behörden betonen, dass dies nicht nur die Spieler:innen schützen soll, sondern auch die Branche selbst zur Rechenschaft ziehen will.
Die Auswirkungen auf die Berliner Wirtschaft sind noch nicht abschließend erforscht, aber erste Hinweise deuten auf eine gewisse Anpassungsfähigkeit der Branche hin. Während einige Betreiber wie Capitol Bet Casino bereits ihre Websites umbauen, um die neuen Regeln einzuhalten, gibt es auch Stimmen, die warnen, dass die neuen Vorgaben zu einer „Kampfzone“ zwischen Stadt und Anbietern führen könnten. Besonders in den betroffenen Stadtteilen gibt es Befürchtungen, dass die neuen Regeln zu einer Abwanderung von Geschäften führen könnten, wenn Spieler:innen sich einfach in andere Viertel begeben. Gleichzeitig sehen viele Beobachter eine Chance für eine nachhaltigere Entwicklung des Glücksspielmarktes in Berlin.
- Seit 2023 gelten strengere Standortvorgaben für Online-Casinos in Berlin, die unter dem Begriff „City22dede“ zusammengefasst werden.
- Zugelassene Stadtteile umfassen Teile von Kreuzberg, Neukölln und Friedrichshain, wo Spieler:innen künftig nur noch unter bestimmten Auflagen zugänglich sind.
- Betreiber wie Capitol Bet Casino müssen ihre Websites anpassen, um nur noch in den zugelassenen Zonen zu werben oder zu spielen.
- Die neuen Regeln sehen regelmäßige Spielsuchtberatungen und digitale Schutzmechanismen vor, um die Verantwortung der Anbieter zu stärken.
- Kritiker warnen vor einer möglichen Verschlechterung der lokalen Wirtschaft, während Beobachter eine Chance für eine verantwortungsvollere Glücksspielkultur sehen.
Die „City22dede“-Regelung ist ein Beispiel dafür, wie Städte zunehmend versuchen, den Glücksspielmarkt zu regulieren – nicht nur aus gesundheitlichen, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen. Während die Umsetzung noch nicht abgeschlossen ist, zeigt sich, dass die neue Regelung sowohl Chancen als auch Risiken mit sich bringt. Für Spieler:innen bedeutet sie eine stärkere Kontrolle über ihre Spielaktivitäten, während Betreiber und lokale Wirtschaft sich auf eine neue Realität einstellen müssen. Die Frage bleibt, ob die neuen Vorgaben tatsächlich den gewünschten Effekt erzielen – oder ob sie eher zu einer neuen Form der Regulierung führen, die die Probleme nur verschiebt.